Kreative Prozesse Virtuelle Assistenz Hannover

Kreative Prozesse

In Zeiten der ständigen Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie des ständigen Wandels ist es oftmals schwer Schritt zu halten oder zu wissen was noch angesagt ist. Und wer kennt nicht die allseits gefürchtete Leere im Kopf aufgrund dieser Geschwindigkeit, die an der Tagesordnung ist? 

Viele glauben, dass Kreativität eine Gabe ist, die man entweder innehat oder eben nicht. Ideen kommen und gehen und werden dann realisiert. Kreativmethoden werden häufig ineffizient und falsch angewandt, was schnell zu enttäuschenden Ergebnissen und Frustration führt.

Jogging, Radfahren oder Duschen sind wissenschaftlich bewiesene und teils funktionierende Methoden, allerdings entsteht hier fast immer nur eine Idee. Und manchmal tauchen auch von alleine Ideen auf, aber wer möchte sich schon gerne auf einen zeitlich unbestimmten Punkt verlassen, wenn ein Abgabetermin festgelegt wurde? 

Nichts ist gefährlicher als eine Idee, wenn es die einzige ist, die man hat – Emile Chartier 

Wenn du wie ich, Social Media Management zu deinen Leistungen zählst ist es nicht immer einfach, neben den Kundenaufträgen noch für sich selbst kreativ zu sein. Aus diesem Grund möchte ich dir zwei Methoden an die Hand geben, die dir helfen deinen kreativen Prozess wieder in Gang zu bringen. 

Brainstorming, ist die bekannteste Kreativtechnik, aber auch die am häufigsten falsch durchgeführte. Es geht hierbei nicht darum, jede Idee sofort zu bewerten oder zu zerreden, sondern sie wachsen zu lassen. 

Teilnehmeranzahl: 1 – 5 Personen – Zeitbedarf: 10 bis 90 Minuten – Material: Bleistift und Papier

Ein klarer Zeitrahmen, der für die Aufgabe angemessen ist, sollte am Anfang festgelegt werden. Für kleinere Aufgaben genügen manchmal schon 10 Minuten. Bei schwierigen und/oder komplizierten Herausforderungen sollten mehrere Sessions mit gut einer Stunde einplanen. Wichtig sind kreative Pausen, um den Energiespeicher wieder aufzufüllen. Und damit keine interessanten Inspirationen verlorengehen, sollten alle geäußerten Ideen stichwortartig protokolliert werden. Langweilige und Ideen ohne Potenzial werden bei der Ideenbewertung herausgestrichen und nicht vorher.

Ein erneutes Zusammenfinden kann bereits am Nachmittag desselben Tages, am nächsten Tag oder in der nächsten Woche stattfinden. Zu viel Zeit sollte allerdings nicht verstreichen, da das Briefing sonst nicht mehr in den Köpfen präsent ist. Ideen und Ansätze werden im Setting laut genannt und hinterfragt. Jeder Gedanke zählt, soll aufgegriffen und weitergeführt werden. Während des Brainstorming wird absolut keine Kritik und auch keine Killerphrasen geäußert. Sogenannte Killerphrasen demotivieren und bringen den Ideenfluss außerdem zum Versiegen. 

Die Vorteile des Brainstorming liegen auf der Hand, denn es bedarf keiner großen Vorbereitung, kann zudem relativ zügig im Gegensatz zu anderen Kreativmethoden durchgeführt werden. 

Cross-Innovation bedeutet im Wesentlichen kreatives Abgucken. Bei dieser Methode steht die Frage, wie das Produkt oder die Dienstleistung ggf. an anderer Stelle bereits gelöst wurde, im Vordergrund. Daraus werden eigene Produkte und Dienstleistungen generiert oder bestehende verbessert. 

Teilnehmeranzahl: 1 – 5 Personen – Zeitbedarf: 60 bis 90 Minuten – Materialsammlung

Du machst dich aktiv auf die Suche nach Problemlösungen in anderen Branchen, vergleichst Prozesse mit den eigenen, versuchst Ähnlichkeiten in den Herausforderungen zu finden. Du kannst das Ganze beschleunigen, indem du dich mit Impulsen aus bestimmten Branchen gezielt inspirieren lässt. Was kannst du von diesen Unternehmen oder dessen Produkten lernen? Bei dieser Methode ist der organisatorische Aufwand deutlich höher, aber die mögliche kreative Ausbeute rechtfertigt den Aufwand. Ein wesentlicher Vorteil ist der wertvolle Impuls aus anderen Bereichen. Allerdings ist der Recherchevorlauf aufwändig und keine Methode für zwischendurch. Aus diesem Grund lege ich dir diese Methode als Tool zur strategischen Unternehmens- und Produktentwicklung ans Herz.

 

Mit diesen praktischen Vorgehensweisen bin ich schon deutlich produktiver und effizienter kreativ. Sie helfen mir bei der Organisation und Ablauf der Ideenfindung. Doch obwohl sie mich strukturierter über viele Aspekte nachdenken lassen und mich zudem systematisch weit herumführen, ändern sie wenig an der Art, wie ich über die Dinge denke bzw. nachdenke. Dabei helfen mir sogenannte Kreativtechniken. Das sind universelle Denkprinzipen die dich anregen, komplett anders, ungewohnt abwegig oder neu über die Dinge nachzudenken. Kreativtechniken funktionieren an jedem Punkt deiner Ideenfindung und ist mit jeder Kreativmethode kombinierbar. 

Kombinieren ist die einfachste und weitverbreiteste Kreativtechnik. Sie ist eine starke, extrem vielseitige, sehr produktive, effektive und noch dazu leicht anwendbare Kreativtechnik. 

Und so funktioniert‘s:

1+1  Kombinationen lassen sich aus zwei direkt miteinander zu verbindenden Bestandteilen herstellen. Dabei veränderst du nichts oder nur wenig, um die zwei Komponenten zusammenzubringen. Sicherlich kennst du die bekannten 2-in-1-Produkte, wie zum Beispiel Duschen und Eincremen. 

1:10 Hierbei verwendest du bestimmte Eigenschaften, besondere oder typische Merkmale oder andere Details und verbindest diese mit dem anderen Objekt zu etwas Neuem, wie zum Beispiel Leberwursteis. 

1+1+1  Was ist mit zwei Elementen funktioniert, geht auch mit drei, vier oder mehr. Entweder bringst du alle Eigenschaften in deinem neuen Produkt unter, oder du legst eine Produktpalette mit diversen Ausprägungen an.  

Übertreibung – Drama-Queen? Nichts leichter als das! Nahezu alles kann man übertreiben. Jedes Objekt und jede Dienstleistung. Es geht dabei um Ideengenerierung und die Inspirationen, die daraus entstehen. Welche übertriebenen Ergebnisse würdest du mit deinem Produkt oder Dienstleistung erzielen wollen? Auch hier kannst du das Produkt oder deine Dienstleistung in Einzelteile zerlegen und diese dann mit übertriebenen oder sehr extremen Ausprägungen zunächst im Kopfkino durchspielen. Größe, Anzahl, Dauer, Volumen, Leistung, Preis, Zeit sind gängige Parameter, aber auch subjektive Dinge lassen übertreiben: Geschmack, Service, Geruch. 

Wenn du wie ich alleine arbeitest und nicht immer die Möglichkeit hast, diese Methoden und Techniken mit einer anderen Person anzuwenden, kann ich dir ans Herz legen, den Raum zu wechseln, oder in einem Café weiterzuarbeiten. Ein Perspektivwechsel kann bereits Wunder bewirken. Ebenso ein Spaziergang. Die Wirkung des sich nach vorn Bewegens an der frischen Luft und die visuellen Eindrücke, die wir erleben und genießen dürfen kann deine derzeitige kreative Blocklade ebenfalls lösen. 

Aber nicht jede Methode oder Technik funktioniert oder liegt einem. Deswegen kann ich dir nur empfehlen dich auszuprobieren, auch wenn es noch so unkonventionell ist, schau, wie du deine Kreativität wieder in Fahrt bringst. 

Für Feedback, Fragen oder Anregungen hinterlasse mir gerne ein Kommentar oder schreib mir eine E-Mail. Ich freue mich immer sehr über neue Impulse und bin zudem neugierig welche Methode und Technik du bereits ausprobiert hast und/oder auch bereits fester Bestandteil deiner Arbeit geworden ist. 

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